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RWE Neun-Monats-Ergebnis 2021 übertrifft Vorjahr

11.11.2021 Essen. RWE zieht nach den ersten drei Quartalen eine positive Bilanz: Trotz wetterbedingter Ergebniseinbußen, unter anderem durch die Jahrhundertkälte in Texas am Jahresanfang, lag das bereinigte EBITDA (bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) des RWE-Konzerns mit 2.397 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres; in den ersten neun Monaten 2020 betrug das bereinigte EBITDA 2.261 Mio. €.

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Auch das bereinigte EBIT von 1.339 Mio. € übertraf das Vorjahresergebnis von 1.182 Mio. €. Noch stärker fiel der Zuwachs beim bereinigten Nettoergebnis aus: Mit 1.026 Mio. € wurde das Ergebnis des Vergleichszeitraums von 794 Mio. € um rund 30 % übertroffen.

Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet RWE auf Konzernebene unverändert ein bereinigtes EBITDA zwischen 3,0 und 3,4 Mrd. €; im Kerngeschäft soll das bereinigte EBITDA zwischen 2,15 und 2,55 Mrd. € liegen. Beim bereinigten EBIT geht RWE von einer Spanne zwischen 1,5 bis 1,9 Mrd. € aus und beim bereinigten Nettoergebnis erwartet das Unternehmen 1,05 bis 1,4 Mrd. €. Die Dividendenaussage wird bestätigt: Für das laufende Geschäftsjahr strebt RWE weiterhin eine Anhebung auf 0,90 € je Aktie an.

Im Kerngeschäft mit den Segmenten Offshore Wind, Onshore Wind/Solar, Wasser/Biomasse/Gas sowie Energiehandel hat RWE in den ersten neun Monaten des Jahres 2021 ein bereinigtes EBITDA von 1.677 Mio. € erwirtschaftet. Im Vorjahreszeitraum waren es 1.880 Mio. €. Maßgeblich für den Rückgang waren vor allem die Verluste infolge des Extremwetters in Texas.

Offshore Wind: Das bereinigte EBITDA im Segment Offshore Wind erreichte in den ersten drei Quartalen 656 Mio. € nach 738 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Ergebnismindernd machte sich bemerkbar, dass das Windaufkommen in Nord- und Mitteleuropa weit unter dem hohen Vorjahresniveau lag. Positiv wirkte die Übernahme der Mehrheit am britischen Offshore-Windpark Rampion; hinzu kommt, dass zum Stichtag 30. September 2021 zwei Drittel der 90 Turbinen des im Bau befindlichen Windparks Triton Knoll bereits Strom lieferten. Für das laufende Jahr erwartet RWE für dieses Segment ein bereinigtes EBITDA zwischen 1.050 und 1.250 Mio. €.

Onshore Wind/Solar: Das Segment Onshore Wind/Solar verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2021 ein bereinigtes EBITDA von 36 Mio. €. Im Vergleichszeitraum 2020 waren es 373 Mio. €. Die Jahrhundertkälte in Texas führte zu Ergebniseinbußen von rund 400 Mio. €. Weitere Belastungen ergaben sich durch unterdurchschnittliche Windverhältnisse an den nord- und mitteleuropäischen Onshore-Windkraftstandorten. Positiv wirkten Buchgewinne aus dem Anteilsverkauf von drei US-Onshore-Windparks und Ergebnisbeiträge aus zahlreichen neuen Anlagen, die ans Netz gingen. Für das laufende Jahr geht RWE für dieses Segment von einem bereinigten EBITDA zwischen 50 und 250 Mio. € aus.

Wasser/Biomasse/Gas: Das Geschäft im Segment Wasser/Biomasse/Gas erreichte ein bereinigtes EBITDA von 430 Mio. € (Vorjahr: 382 Mio. €). Dies lag unter anderem an gegenüber dem Vorjahr höheren Prämien infolge des britischen Kapazitätsmarktes. Hinzu kamen zusätzliche Erträge aus der kurzfristigen Optimierung des Kraftwerkseinsatzes. Das bereinigte EBITDA für das Segment soll zwischen 500 und 600 Mio. € liegen.

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Energiehandel: Das Ergebnis im Handelsgeschäft lag mit 609 Mio. € weit über dem bereits hohen Vorjahresergebnis von 399 Mio. €. Im Juli hatte RWE für dieses Segment den Ausblick angehoben und erwartet nun ein bereinigtes EBITDA von deutlich über 350 Mio. € für das Gesamtjahr 2021.

Ergebnis außerhalb des Kerngeschäfts im Rahmen der Prognose

Das bereinigte EBITDA im Segment Kohle/Kernenergie erreichte 720 Mio. € nach 381 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Für den Strom aus Braunkohle und Kernkraft erzielte RWE höhere Großhandelsmargen als 2020. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen weiter ein bereinigtes EBITDA für das Segment zwischen 800 und 900 Mio. €.

Plus 80 % bei den Investitionen

In den ersten drei Quartalen 2021 hat RWE insgesamt 2,5 Mrd. € brutto in neue Windkraft- und Solaranlagen sowie Batterieprojekte investiert; das sind rund 80 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Aktuell sind Projekte mit 3,8 Gigawatt im Bau, die bis Ende 2022 in Betrieb gehen. Damit wächst das Portfolio bis Ende 2022 auf insgesamt mehr als 13 GW von heute 9,5 GW.

Unverändert komfortable Finanzlage

Die Nettoschulden des Konzerns beliefen sich zum Stichtag auf 2.866 Mio. € und sind damit gegenüber Ende 2020 deutlich zurückgegangen (31.12.2020: 4.432 Mio. €). Der Rückgang ist vor allem bedingt durch einen hohen operativen Cashflow, zeitliche Finanzierungseffekte aus Sicherungs- und Handelsgeschäften und den Rückgang der Pensionsrückstellungen infolge marktbedingt gestiegener Diskontierungszinsen.

RWE Zentrale Essen
RWE Zentrale Essen (Foto: RWE)
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