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Lechwerke nehmen zwei Solar-Freiflächenanlagen in Meitingen in Betrieb

11.3.2021. Die Lechwerke (LEW) haben in Meitingen zwei Photovoltaik (PV)-Freiflächenanlagen mit einer Leistung von insgesamt 1.000 Kilowatt peak (kWp) in Betrieb genommen.

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Die größere Anlage mit 750 kWp steht auf einem 17.000 Quadratmeter großen Grundstück des Umspannwerks am Lechkanal und nimmt dort 4.600 Quadratmeter reine Modulfläche ein. Sie wurde auf dem ehemaligen Standort einer Schaltanlage installiert.

Die kleinere Anlage mit 250 kWp wurde in der Nähe der Bahnlinie auf einer früheren landwirtschaftlichen Fläche errichtet. Beide Anlagen sollen jährlich insgesamt rund 1,1 Millionen Kilowattstunden (kWh) CO2-neutralen Sonnenstrom produzieren. Rein rechnerisch können damit 370 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden.

Extensives ökologisches Pflegekonzept

Wie bei allen neuen Anlagen hat LEW auch in Meitingen ein umfangreiches Pflegekonzept entwickelt, mit dem ökologisch wertvolle Flächen geschaffen werden. „Die Ausgleichsmaßnahmen innerhalb dieses Projekts leisten einen wichtigen Beitrag, um Klimaschutz und Artenschutz voranzutreiben“, erläutert LEW-Projektleiterin Sigrid del Río.

Im Zentrum des Konzepts steht die Pflanzung heimischer Sträucher und Kletterpflanzen, die sich zu artenreichen Hecken entwickeln können. Insgesamt wurden über 80 Sträucher aus 14 heimischen Arten gepflanzt. Unter anderem bieten Kreuzdorn, Heckenkirsche, Traubenholunder und Pfaffenhütchen zukünftig insbesondere Vögeln mit ihren Früchten eine wertvolle Futterquelle.

Zudem wurden in der Nähe des Lechkanal-Damms mehrere Lesesteinhaufen für Reptilien errichtet. Solche Reptilienhabitate werden mit unterschiedlich dicken Schichten aus Sand, Kies und großen Steinen in den Boden gebaut und mit lockerem Astmaterial bedeckt. Sie bieten Eidechsen, Blindschleichen und anderen Reptilien Rückzugräume und dienen als Versteck, Eiablage und Überwinterungsmöglichkeit.
Wissenschaft bestätigt positive Effekte für die Artenvielfalt

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Dank des LEW-Konzepts erzeugen die Solarparks in Meitingen nicht nur erneuerbaren Strom, sondern wirken sich auch positiv auf die Artenvielfalt aus. Der positive Effekt einer naturverträglich ausgestalteten Bewirtschaftung gegenüber einer konventionellen landwirtschaftlichen Nutzung konnte auch wissenschaftlich belegt werden:

So kommt eine Ende 2019 vorgestellte Studie des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft e. V. (bne), der sich der ganzheitlichen Betrachtung aller Energiebereiche widmet, zu dem Ergebnis, dass Solarparks die Artenvielfalt im Vergleich zur umgebenden Landschaft fördern.

Rekordjahr für Solarstromerzeugung in der Region

Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist Grundvoraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Bayerisch-Schwaben zeigt sich als Vorreiterregion im Bereich Photovoltaik.

Vergangenes Jahr erzeugten die rund 77.000 ans LVN-Netz angeschlossenen PV-Anlagen vorläufigen Werten zufolge mehr als 1,8 Milliarden Kilowattstunden Strom. Ein neuer Rekordwert, der auf den fortschreitenden Anlagenzubau im Netzgebiet zurückzuführen ist.

Auch LEW baut die klimaneutrale Solarstromerzeugung kontinuierlich aus. In den letzten zwei Jahren konnte die Anzahl eigener PV-Anlagen mehr als verdreifacht werden.

„Mit dieser und anderen Anlagen konnten wir die installierte Leistung der LEW-eigenen Anlagen auf über 10 Megawatt erhöhen“, so del Río. Ein Trend, den LEW in den nächsten Jahren mit weiteren Projekten in kommunalen Partnerschaften und eigenen Solarparks fortsetzen möchte.

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