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Hyundai Electric Global Modular Platform, E-GMP

28.5.2021. Mit der Entwicklung der Electric Global Modular Platform, abgekürzt E-GMP, beginnt für Hyundai eine neue Ära in der Unternehmensgeschichte.

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Mit der Entwicklung der Electric Global Modular Platform, abgekürzt E-GMP, beginnt für Hyundai eine neue Ära in der Unternehmensgeschichte. Die neue Fahrzeugarchitektur wurde exklusiv von Hyundai entwickelt, die unter der Hyundai Submarke IONIQ vertrieben wird. Diese neue Generation elektrischer Hyundai Pkw profitiert von signifikanten Verbesserungen im Entwicklungsprozess: So lassen sich künftige batterieelektrische Fahrzeuge der Submarke flexibler für unterschiedliche Kundenansprüche gestalten und konstruieren. Zudem profitieren die Kunden von einer verbesserten Reichweite und dank 800-Volt-Technologie von einer sehr schnellen Ladeleistung.

Die Entwicklung der innovativen Plattform begann auf einem weißen Blatt Papier und bietet eine noch nie dagewesene Freiheit hinsichtlich des Fahrzeugdesigns. Dank ihr können die Hyundai Designer E-Fahrzeuge mit verschiedenen Antriebssystemen entwerfen, ohne Kompromisse beim Platzangebot im Innenraum eingehen zu müssen.

Hyundai IONIQ 5 (Quelle: Hyundai)

Extrem schnelle Aufladung: 100 Kilometer in fünf Minuten

Einer der größten Vorteile der E-GMP stellt die Schnellladefähigkeit dar. An einer 350-Kilowatt-Ladestation kann die Batterie mithilfe der 800-Volt-Technik in lediglich 18 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen werden. Im Vergleich dazu würde ein mit der 400-Volt-Technik ausgestattetes Fahrzeug für denselben Ladevorgang etwa doppelt so lange benötigen. Das „Nachladen“ für 100 Kilometer Reichweite nach WLTP ist bereits nach fünf Minuten abgeschlossen.

Das System erlaubt gleichermaßen das Laden an 800-Volt- und 400-Volt-Ladestationen, ohne dass zusätzliche Komponenten oder Adapter erforderlich sind. Bei diesem Multi-Ladesystem handelt es sich um eine von Hyundai entwickelte und patentierte Technologie für hohe Ladekompatibilität. Dank einer Boost-Konvertierung können der hintere Elektromotor und der Wechselrichter eine 400-Volt-Ladung intern in 800 Volt umwandeln, bevor der Strom die Akkus erreicht. Dieses System bietet den Kunden die Vorteile der 800-Volt-Schnellladung, unabhängig von der tatsächlichen Spannung des Ladegeräts.

Hyundai IONIQ 5 bietet innovative bidirektionale Ladefähigkeit

Mit der innovativen Vehicle-to-Load-Funktion (V2L) verfügt jedes Hyundai Elektrofahrzeug mit E-GMP über die Möglichkeit des bidirektionalen Ladens. Die Hochvoltbatterie kann dadurch als sogenannte Powerbank fungieren und externe Elektrogeräte wie E-Bikes, E-Scooter oder Notebooks mit einer maximalen Leistung von 3,68 Kilowatt während der Fahrt oder im Stand mit bis zu 230-Volt-Wechselstrom versorgen. Im Innenraum ist hierfür eine Haushaltssteckdose an der Rücksitzbank angebracht. Um die Funktion an der Außenseite zu nutzen, wird ein Adapter mitgeliefert. Damit kann der neue Hyundai IONIQ 5 auch Pannenhilfe leisten und andere Elektrofahrzeuge aufladen.

Herz der E-GMP-Architektur ist ein großes, flach im Fahrzeugboden untergebrachtes Akkupaket mit hoher Kapazität, das beim IONIQ 5 Reichweiten von bis zu 485 Kilometern nach WLTP ermöglicht.

Reparaturfreundliche Konstruktion des Batteriepakets

Das große Akkupaket liegt zwischen den weit auseinander liegenden Achsen und tief in der Mitte der Plattform, woraus sich für das Fahrzeug ein niedriger Schwerpunkt ergibt. Diese Konstruktion wirkt sich nicht nur positiv auf die Kurvenlage, Beschleunigung und Fahrstabilität aus, sondern verbessert, dank einer optimalen Achslastverteilung, auch das Handling des Fahrzeugs. Die Fünflenker-Hinterradaufhängung geht mit Längs-, Quer- und Vertikalkräften gleichermaßen souverän um, und die neuartigen integrierten Antriebsachsen – sie fungieren gleichzeitig als Antriebswelle und Radlager – übertragen die Kraft des hinteren Elektromotors direkt an die Räder. Im Vergleich zu einer Lösung mit separaten Teilen ist die integrierte Antriebsachse (Integrated Drive Axle, IDA) um 42 Prozent steifer und zehn Prozent leichter, was Handling und Fahrverhalten weiter verbessert.

Durch die Verwendung standardisierter Batteriezellen und Module innerhalb einer großen Einheit ist es bei der E-GMP möglich, im Reparaturfall lediglich einzelne Module zu ersetzen oder zu überarbeiten. Das senkt die Reparaturkosten für die Kunden und minimiert das finanzielle Risiko beim Fahrzeugkauf.

Mehr Beinfreiheit und Flexibilität im Innenraum

Die neue Plattform definiert zudem die Proportionen elektrisch angetriebener Fahrzeuge vollständig neu. Das flache Akkupaket sorgt für einen durchgängig ebenen Boden im Innenraum.

Für die Fahrzeuginsassen bedeuten ein langer Radstand und ein flacher Fahrzeugboden mehr Beinfreiheit, damit mehr Komfort auf langen Strecken und zugleich mehr Bewegungsfreiheit im Fahrzeug. Vorder- und Rücksitze sind genauso wie die verschiebbare Mittelkonsole flexibel einstellbar. Mit den großzügigen Maßen des Innenraums erhalten die Designer darüber hinaus mehr Freiheiten, den Fahrzeuginnenraum innovativ und geräumig zu gestalten. Statt sich konventionellen Gestaltungsprinzipien zu unterwerfen, können sie das Innere des Fahrzeugs in einen neuen Lebens- bzw. Wohnraum verwandeln.

Identische Platzverhältnisse bei Heck- und Allrandantrieb

Die Hyundai Ingenieure haben mit der E-GMP eine flexible und modulare Plattform geschaffen, deren Basis für verschiedene Fahrzeug­segmente eingesetzt werden kann. Bereiche wie Seitenschweller, Heckträger oder die Radhäuser sind innerhalb der Plattform variabel modifizierbar, sodass sie für unterschiedliche Fahrzeugklassen angepasst werden können und eine Reihe neuer, attraktiver Fahrzeugdesigns ermöglichen. Zentrale Bereiche wie schockabsorbierende Elemente, die Radaufhängungen und das Batteriegehäuse sind in der Plattform fest vorgegeben. Dies garantiert eine sichere, komfortable Anwendung und optimalen Schutz für Passagiere und Batterie.

Standardmäßig ist die neue Elektro-Plattform auf Heckantrieb ausgelegt. Sie kann durch einen zusätzlichen Motor wie beim Hyundai IONIQ 5 aber auch auf Allradantrieb aufgerüstet werden. Die Platzverhältnisse im Innenraum sind unabhängig von der Antriebsvariante.

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Durch den Wegfall des Verbrennungsmotors konnte der vordere Überhang verkürzt werden. Die Motorhaube fällt schräger ab und Teile des Klimatisierungs- und Heizungssystems liegen nun da, wo sonst der Benzin- oder Dieselmotor zu finden ist. Dadurch entsteht mehr Raum, was ein klareres Cockpitdesign ermöglicht. Die Gestaltung des Armaturenbretts in E-GMP-Fahrzeugen bietet Fahrer und Beifahrer ein geräumiges, modernes und komfortables Ambiente. Zusätzlichen Stauraum bietet beim IONIQ 5 ein Fach unter der Motorhaube (Frunk) mit bis zu 57 Litern Fassungsvermögen für kleinere Gepäckstücke oder Geräte.

Mehr Sicherheit für Insassen

Die Karosseriestruktur der neuen Plattform erhöht die Sicherheit für Insassen. Im Fall einer Kollision absorbieren vorne und hinten spezielle Kollisionsrahmen die Aufprallenergie und leiten sie nach außen um das Akkupaket herum ab. Der vordere Kollisionsrahmen erfüllt diese Aufgabe, dank einer multiskelettartigen Struktur, besonders effektiv.

Die Batterie wird in der neuen Plattform durch eine spezielle Karosseriestruktur im Bodenbereich aus ultrahochfestem Stahl besonders geschützt. Hier absorbieren bei einem potentiellen Seitenaufprall stranggepresste Aluminiumverstärkungen einen Großteil der eingeleiteten Energie.

Der IONIQ 5 und seine „universelle Insel“

Der Hyundai IONIQ 5 ist das erste batterieelektrische Fahrzeug auf Basis der E-GMP und zugleich auch das erste der neuen Submarke IONIQ. Das E-CUV spiegelt die vielen Vorzüge der neuen Plattform wider.

Die innovative Mittelkonsole fungiert im IONIQ 5 als eine Multifunktions-Insel. Sie lässt sich um bis zu 140 Millimeter zurückschieben. In Kombination mit dem flachen Boden des Fahrzeugs ermöglicht diese bewegliche Insel ein flexibles Ein- und Aussteigen der Insassen, mehr Bewegungsfreiheit und ein hohes Maß an Komfort. Für die Passagiere im Fond bietet die universelle Insel leichten Zugang zu einer kabellosen Lademöglichkeit mit bis zu 15 Watt für Mobiltelefone und USB-Anschlüsse.

Vordersitze mit Relax-Funktion und ein vorderer Kofferraum

Die besonders flexibel einstellbaren und beheizbaren Vordersitze mit Relax-Funktion und ausklappbarer Beinauflage lassen sich in einem ergonomisch optimalen Winkel einstellen, um sich beispielsweise während eines Ladevorgangs auszuruhen. Auch die Passagiere in der zweiten Reihe profitieren von der innovativen Konstruktion der Vordersitze, bei denen Hyundai das Volumen der Lehnen um 30 Prozent gegenüber vergleichbaren Konstruktionen reduziert hat. Der dadurch gewonnene Raum kommt der Beinfreit der Fondpassagiere zugute.

E-GMP als Meilenstein für die Ära der E-Fahrzeuge

Mit der neuen E-GMP-Architektur verfügt Hyundai über ein enormes Potenzial für die erfolgreiche Entwicklung und Vermarktung künftiger Fahrzeuge. Sie ist Teil der Strategie der südkoreanischen Marke, einer der führenden Hersteller von Elektrofahrzeugen zu werden. In den nächsten fünf Jahren plant die Hyundai Motor Group insgesamt 23 elektrifizierte Modelle auf den Markt zu bringen, davon 11 reine Elektrofahrzeuge wie den IONIQ 5, IONIQ 6 und IONIQ 7. Ziel ist es, bis 2025 mehr als eine Million Elektrofahrzeuge weltweit zu verkaufen.

Verbrauchs- und Emissionsangaben

Stromverbrauch in kWh/100 km für den Hyundai IONIQ 5: kombiniert 18,8–16,3; CO2-Emissionen in g/km kombiniert: 0; CO2-Effizienzklasse: A+.

Stromverbrauch in kWh/100 km für den Hyundai IONIQ 5 125 kW: kombiniert 16,3; CO2-Emissionen in g/km kombiniert: 0; CO2-Effizienzklasse: A+.

Stromverbrauch in kWh/100 km für den Hyundai IONIQ 5 160 kW: kombiniert 17,1–16,6; CO2-Emissionen in g/km kombiniert: 0; CO2-Effizienzklasse: A+.

Stromverbrauch in kWh/100 km für den Hyundai IONIQ 5 173 kW: kombiniert 18,1; CO2-Emissionen in g/km kombiniert: 0; CO2-Effizienzklasse: A+.

Stromverbrauch in kWh/100 km für den Hyundai IONIQ 5 225 kW: kombiniert 18,8–17,6; CO2-Emissionen in g/km kombiniert: 0; CO2-Effizienzklasse: A+.

Die angegebenen Verbrauchs-und CO2-Emissionswerte wurden nach dem vorgeschriebenen WLTP-Messverfahren ermittelt.

Hyundai IONIQ 5 (Quelle: Hyundai)

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