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BMW Group steigert trotz Halbleitermangels Profitabilität und Gewinn im zweiten Quartal 2021

3.8.2021 München. Im zweiten Quartal hat die BMW Group ihre dynamische Geschäftsentwicklung erfolgreich vorangetrieben. Bei Absatz, Ergebnis und Überschuss hat der Premiumautomobilhersteller neue Bestwerte erzielt. Die starke Nachfrage und die gute Preisdurchsetzung haben sich fortgesetzt.

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Gegenüber dem pandemiebedingt negativen Vorjahresquartal hat das Unternehmen seine Geschäftszahlen signifikant steigern können. Aber auch im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 hat die BMW Group ein solides Wachstum bei Absatz und Ertrag erzielt.

 

„Im ersten Halbjahr hat die hohe Nachfrage der Kunden unsere Geschäftsentwicklung positiv beeinflusst und zu deutlichen Zuwächsen geführt. Angesichts diverser Risiken wie Rohstoffpreise und Halbleiterversorgung dürfte das zweite Halbjahr für die BMW Group jedoch volatiler werden“, sagte der Vorstandsvorsitzende der BMW AG, Oliver Zipse, am Dienstag in München: „Trotz kurzfristiger Herausforderungen behalten wir dabei immer die langfristige Ausrichtung des Unternehmens im Blick: Unsere hohe Innovationskraft und nachhaltige Profitabilität sind die Grundlage, um die Transformation unserer Industrie erfolgreich zu gestalten. Dabei setzen wir auf technologische Lösungen für eine digital vernetzte und nachhaltige Mobilität.“

 

Die BMW Group treibt ihre umfassende Ausrichtung auf eine nachhaltige, emissionsarme Mobilität voran. Ihre unternehmerische Strategie ist dem Pariser Klimaschutzabkommen verpflichtet und zielt auf den zügigen Hochlauf der E-Mobilität ab. Nach dem erfolgreichen Marktstart des BMW iX3* folgen im Herbst die vollelektrischen BMW i4 und iX mit den ersten leistungsstarken Varianten des neuen E-Motoren-Portfolios. Die vollelektrischen Fahrzeuge der BMW Group stehen für 100% elektrische Fahrfreude und höchste Kundenfreundlichkeit. So erreicht der BMW iX3* nach nur 10 Minuten Ladedauer an einer HPC-Säule eine Reichweite von 100 km (WLTP). Die neuen vollelektrischen Modelle haben sehr viel positive Resonanz bei den jüngsten Fahrzeugtests ausgelöst.

BMW Welt - BMW Group Hochhaus/Konzernzentrale

BMW Welt – BMW Group Hochhaus/Konzernzentrale (Foto: BMW AG)

 

Weitere Modelle erscheinen zeitnah: Die Elektrifizierung umfasst in den nächsten zwei Jahren nahezu die gesamte Breite des Produktportfolios. Bis 2025 steigert das Unternehmen den Absatz vollelektrischer Fahrzeuge um durchschnittlich mehr als 50 Prozent pro Jahr. Bis zur Mitte des Jahrzehnts wird es rund zwei Millionen vollelektrische Fahrzeuge an Kunden ausliefern.

 

Eine Schlüsselrolle bei der Ausrichtung auf eine emissionsarme, nachhaltige Mobilität kommt der Neuen Klasse zu. Die zentralen Aspekte dieser neuen, kompromisslos auf elektrische Antriebe ausgerichteten Fahrzeugarchitektur werden ab Mitte des Jahrzehnts alle künftigen Modelle der BMW Group prägen. Eine vollständig neu definierte IT- und Software-Architektur, eine neu entwickelte und leistungsstarke elektrische Antriebs- und Batteriegeneration sowie ein neues Niveau von Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus zeichnen die Neue Klasse aus.

 

Software Upgrades over-the-air in diesem Jahr für 2,5 Mio. Fahrzeuge

Die BMW Group baut seit Jahren die Konnektivität ihrer Fahrzeuge aus und versorgt ihre Kunden laufend mit aktuellen Software und Funktionserweiterungen – mit sogenannten Remote Software Upgrades, die derzeit in mehr als zwei Millionen Fahrzeugen ‚over-the-air‘ verlaufen. Mit seinem neuen BMW Operating System 8, erstmals im BMW iX, bringt der Premiumhersteller das leistungsstärkste System zur Datenverarbeitung ins Fahrzeug, das erstmals auch die zeitlich flexible Buchung von „Functions on Demand“ erlaubt.

 

Auch der Aufbau einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft schreitet voran: Gemeinsam mit Zulieferern entwickelt die BMW Group neue Produktionstechnologien sowie adäquate, nachhaltige Substitute und weitreichende Recycling-Konzepte. Dies betrifft begrenzt verfügbare Rohstoffe wie das für die E-Batterien erforderliche Lithium, aber auch Kunststoffe oder die an einigen Standorten eingeführte, sortenreine Trennung von Aluminium, einem wesentlichen Grundstoff für die Fahrzeugproduktion.

 

Die BMW Group hat Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung ins Zentrum ihrer Unternehmensausrichtung gerückt und mit der neuen Ausrichtung einen Kurs eingeschlagen, der einem deutlich ambitionierteren Pfad entspricht als dem Zwei-Grad-Ziel zur Begrenzung der globalen Erwärmung. Über den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge und alle drei betrachteten Kategorien (‚Scopes 1-3‘) hinweg hat sich die BMW Group dazu messbare und nachprüfbare Ziele gesetzt, die inzwischen durch die Science Based Targets Initiative validiert worden sind. Bis 2030 will das Unternehmen damit weltweit den gesamten CO2-Fußabdruck je Fahrzeug um mindestens ein Drittel gegenüber 2019 senken. Dies sind über 200 Millionen Tonnen CO2, die durch technologische Maßnahmen vermieden werden.

 

„Unsere Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität dokumentieren wir nachweisbar und für jeden transparent. Unsere klar definierten Ziele bringen uns – im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen – auf einen Pfad, der deutlich anspruchsvoller ist als das Zwei-Grad-Ziel, und das ohne Vorbehalte und Ausnahmen. Unser Zielbild führt über eine immer emissionsärmere Wertschöpfungskette, die in eine Kreislaufwirtschaft mündet“, so Vorstandsvorsitzender Oliver Zipse.

 

Mit dieser Vorgehensweise bereitet sich die BMW Group auf den europäischen Green Deal vor. Die von der EU-Kommission kürzlich geforderte nochmalige Verschärfung – um 55% gegenüber 2021 – der 2030-Reduktions-Ziele für CO2-Flottenemissionen für Automobile kann jedoch nur mit entsprechenden Rahmenbedingungen und einer gemeinsamen Anstrengung von Wirtschaft und Politik erreicht werden. Der darin vorgesehene Ausbau der Ladeinfrastruktur durch die Mitgliedsstaaten ist allerdings nicht ambitioniert genug und benötigt deutlich mehr Geschwindigkeit, um erfolgreich zu sein. Die BMW Group treibt ihre Anstrengungen für eine bessere Ladeinfrastruktur weiter voran – an eigenen Standorten und in Kooperationen mit Partnern. Bislang hat sich das Unternehmen auf diesem Weg für die Installation von über 15.000 Ladepunkten weltweit eingesetzt. Darin eingeschlossen sind über 4.350 Ladepunkte an den eigenen Standorten, die ausschließlich Grünstrom nutzen.

 

BMW Group im ersten Halbjahr hochprofitabel

Im ersten Halbjahr 2021 hat die BMW Group ihren Erfolgskurs fortgesetzt. Weltweit legten die Verkaufszahlen deutlich zu – trotz anhaltender Herausforderungen durch die globalen Pandemiebeschränkungen und die eingeschränkte Verfügbarkeit von Halbleiterkomponenten, die zu Anpassungen im Produktionsprogramm führten. Insgesamt 1.339.047 Fahrzeuge der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce gingen in den ersten sechs Monaten in Kundenhand. Dies entspricht einem Zuwachs um fast 40% gegenüber dem Vorjahr (2020: 962.575 Automobile/ +39,1%) und stellt einen neuen Bestwert für ein erstes Halbjahr dar. Alle großen Verkaufsregionen trugen zum weltweiten Absatzwachstum bei. Eine ähnliche Absatzentwicklung zeigte das zweite Quartal. Im Zeitraum von April bis Juni lag die Zahl der Auslieferungen mit 702.441 Fahrzeugen um 44,7% über dem Vorjahr (2020: 485.464).

 

Zu einem bedeutenden Wachstumstreiber entwickelte sich auch die anhaltend hohe Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen der BMW Group. Von Januar bis Juni 2021 übergab das Unternehmen insgesamt 153.243 rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge und Plug-in-Hybride an Kundinnen und Kunden (2020: 61.652). Dies entspricht einem Anstieg um 148,6% gegenüber dem Vergleichszeitraum aus dem Vorjahr. Mit Zuwächsen von 167,0% war die Dynamik bei den Auslieferungen elektrifizierter Fahrzeuge im zweiten Quartal noch größer.

 

Konzernerlöse und -ergebnis mit deutlichen Zuwächsen

Die Umsatzerlöse lagen sowohl im ersten Halbjahr mit 55.360 Mio. € (2020: 43.225 Mio. €/ +28,1%; währungsbereinigt: +31,1%) als auch im zweiten Quartal 2021 mit 28.582 Mio. € (2020: 19.973 Mio. €/ +43,1%; währungsbereinigt: +45,2%) deutlich über dem Vorjahr. Das gestiegene Absatzvolumen sowie die gute Preisdurchsetzung auf den Neu- und Gebrauchtwagenmärkten waren hier die Treiber.

 

Das günstige Marktumfeld führte zudem zu gegenüber dem Vorjahreszeitraum geringeren Risikovorsorgen für erwartete Restwert- und Kreditrisiken sowie zur teilweisen Auflösung von Kreditrisikorückstellungen. Ein weiterer positiver Ergebniseffekt ergab sich aus der partiellen Auflösung der Rückstellung für das EU-Kartellverfahren, das im Juli mit der Bußgeldzahlung von 372,8 Mio. Euro beendet worden ist.

 

Die Forschungs- und Entwicklungsleistungen des Konzerns liegen nach sechs Monaten bei 2.574 Mio. € (2020: 2.852 Mio. €/ -9,7%; Q2/2021: 1.287 Mio. €/ -15,8%, Q2/2020: 1.528 Mio. €). Damit hat die BMW Group im Berichtszeitraum wesentliche Zukunftstechnologien vorangetrieben und u.a. Aufwendungen für die Weiterentwicklung der Elektroantriebe, für Automatisiertes Fahren und für die Digitalisierung des Modellportfolios sowie erste Vorleistungen für die Neue Klasse getätigt.

 

Die F&E-Quote beträgt im Halbjahr 4,6%, im zweiten Quartal 4,5% (F&E-Quote HJ1/2020: 6,6%; Q2/2020: 7,7%).Die Verringerung zum Vorjahr erklärt sich auch aus den höheren Umsatzerlösen.

 

Das Finanzergebnis des ersten Halbjahrs liegt bei 1.706 Mio. € (HJ1/2020: -211 Mio. €; Q2/2021: 974 Mio. €, Q2/2020: 366 Mio. €).
Im Wesentlichen hat dazu das Ergebnis aus dem chinesischen Joint Venture BMW Brilliance Automotive Ltd., Shenyang in Höhe von 1 Mrd. € (2020: 529 Mio. €/ +89,0%) beigetragen. Zudem haben positive Bewertungseffekte bei Zinssicherungsgeschäften sowie des BMW i Ventures Fonds und die Entwicklung der SGL Carbon Aktie dazu beigetragen.

 

Aufgrund der oben beschriebenen Effekte beträgt das Konzernergebnis vor Steuern nach sechs Monaten 9.736 Mio. € (HJ1/2020: 498 Mio. €; Q2/2021: 5.979 Mio. €, Q2/2020: -300 Mio. €).

 

Die EBT-Marge des Konzerns beträgt im ersten Halbjahr 17,6% (HJ1/2020: 1,2%; Q2/2021: 20,9%, Q2/2020: -1,5%). Der Konzernüberschuss beläuft sich auf 7.623 Mio. € (HJ1/2020: 362 Mio. €; Q2/2021: 4.790 Mio. €, Q2/2020: -212 Mio. €).

 

„Unsere nachhaltige Profitabilität bildet die Basis, um in die Elektrifizierung und Digitalisierung unserer Modelle sowie in Automatisiertes Fahren investieren zu können. In einem starken ersten Halbjahr haben wir daher weiter konsequent an unserer Performance gearbeitet. Zudem greifen die Effizienzmaßnahmen. Beispielsweise sind wir erfolgreich bei der Komplexitätsreduktion unterwegs: Neue Paketlösungen haben Effizienzen bei unseren Produkten und Dienstleistungen erbracht und gleichzeitig das Kundenerlebnis verbessert und vereinfacht. Wir arbeiten konsequent an unseren Vertriebsstrukturen und nutzen digitale Analysetools zur Vertriebs- und Absatzsteuerung. Im Produktionsbereich werden wir wie angekündigt die Kosten je Einheit bis 2025 im Vergleich zu 2019 um ein Viertel senken. Auch hier greifen wir auf virtuelle Planungsprozesse zurück und optimieren unsere Logistik und Werkeauslastung“, sagte Finanzvorstand Dr. Nicolas Peter am Dienstag in München.

 

Hohe Absatzzuwächse im zweiten Quartal für BMW, MINI, Rolls-Royce

Im zweiten Quartal 2021 hat die BMW Group weltweit insgesamt 702.441 Automobile ausgeliefert (Q2/2020: 485.464/ +44,7%). Zu diesem neuen Absatzbestwert haben 617.667 BMW Automobile (Q2/2020: 430.344/ +43,5%) sowie 83.165 Einheiten der Marke MINI (Q2/2020: 54.413/ +52,8%) und 1.609 Fahrzeuge der Marke Rolls-Royce (Q2/2020: 707/ +127,6%) beigetragen.

 

Absatz legt weltweit zu

In allen Weltregionen hat der Premiumhersteller im ersten Halbjahr und im zweiten Quartal deutliche Zuwächse gegenüber dem Vorjahr verzeichnet.

 

In Europa beläuft sich das Absatzwachstum auf mehr als ein Drittel (+35,4%) und insgesamt 504.834 Auslieferungen in den ersten sechs Monaten. (HJ1/2020: 372.754 Automobile; Q2/2021: 265.816 Eh; Q2/2020: 151.730 Automobile/ +75,2%). Auch in Deutschland liegt der Absatz der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce deutlich über dem Vorjahr: Im ersten Halbjahr sind 136.058 Automobile (HJ1/2020: 116.362 Automobile/ +16,9%; Q2/2021: 73.362 Eh, Q2/2020: 50.358 Eh, +45,7%) in Kundenhand gegangen.

 

Auch in Amerika haben die Verkaufszahlen im Berichtszeitraum deutlich angezogen und liegen im ersten Halbjahr bei 225.144 Einheiten der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce (HJ1/2020: 152.580 Automobile/ +47,6%; Q2/2021: 128.792 Eh, Q2/2020: 70.502 Eh/ +82,7%). In den USA hat sich die positive Geschäftsentwicklung ebenfalls fortgesetzt: Die Auslieferungen sind um mehr als die Hälfte auf 184.436 Automobile gestiegen (HJ1/2020: 121.318 Automobile/ +52,0%; Q2/2021: 106.369 Eh, Q2/2020: 56.425 Automobile/ +88,5%).

 

In Asien beträgt der Absatz nach sechs Monaten 580.351 Automobile (HJ1/2020: 416.882 Eh/ +39,2%; Q2/2021: 292.654 Eh, Q2/2020: 253.942 Eh/ +15,2%). In China hält das Wachstum unverändert an – dort hat die BMW Group 467.956 Automobile ausgeliefert und im ersten Halbjahr 2021 ein Absatzplus von +42,0% erzielt (HJ1/2020: 329.447 Eh; Q2/2021: 237.763 Eh, Q2/2020: 212.870 Eh/ +11,7%).

 

Umsatz im Automobilsegment legt zu

Die Umsatzerlöse des Segments Automobile lagen im ersten Halbjahr bei 47.745 Mio. € (HJ1/2020: 32.867 Mio. €/ +45,3%; Q2/2021: 24.983 Mio. €, Q2/2020: 14.878 Mio. €/ +67,9%). Wesentliche Treiber sind das gestiegene Absatzvolumen, höhere Umsätze mit Ersatzteilen und Zubehör, ein positiver Modell-Mix sowie eine verbesserte Preisdurchsetzung.

 

Das Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) des Segments beläuft sich nach sechs Monaten auf 6.189 Mio. € (HJ1/2020: -1.325 Mio. €; Q2/2021: 3.953 Mio. €, Q2/2020: -1.554 Mio. €).

 

Auch aufgrund der verbesserten Absatz- und Restwertentwicklung sowie der Auflösung der Rückstellung für das EU-Kartellverfahren beträgt das Segmentergebnis vor Steuern (EBT) per Juni 7.526 Mio. € (HJ1/2020: ‑1.093 Mio. €; Q2/2021: 4.750 Mio. €, Q2/2020: -1.173 Mio. €). Die EBIT-Marge des Segments beläuft sich nach sechs Monaten auf 13,0% (HJ1/2020: -4,0%; Q2/2021: 15,8%, Q2/2020: -10,4%).

 

Der Free Cashflow des Segments Automobile liegt zum 30. Juni 2021 bei 4.902 Mio. (2020: -2.513 Mio. €). Der gestiegene Mittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit resultiert im Wesentlichen aus einem verbesserten Ergebnis vor Steuern sowie der positiven Entwicklung des Working Capital. Maßnahmen zur konsequenten Steuerung des Working Capital sowie Produktionseinschränkungen aufgrund von Halbleiterengpässen haben zu einem niedrigen Bestand an Vorräten geführt. Zum Jahresende strebt die BMW Group einen Free Cashflow an, der über dem bisherigen Jahres-Bestwert von 5,8 Mrd. € liegt – vorausgesetzt, dass sich die Halbleiter-Versorgungssituation nicht deutlich verschärft.

 

Segment Finanzdienstleistungen auf Erfolgskurs

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Das erfolgreiche erste Halbjahr 2021 hat auch im Segment Finanzdienstleistungen zu einer deutlich positiven Entwicklung geführt. Nach den Belastungen des Corona-Jahres 2020 haben sowohl das Neugeschäft mit Leasing- und Finanzierungsprodukten als auch das Ergebnis deutlich zugelegt. Das bilanzielle Geschäftsvolumen ist im Vergleich zum Jahresende 2020 leicht angestiegen.

Im Finanzierungs- und Leasinggeschäft mit Endkunden wurden im Berichtszeitraum von Januar bis Juni 2021 insgesamt 1.029.345 Neuverträge abgeschlossen. Im Vergleich zum pandemiegeprägten Vorjahr entspricht dies einem deutlichen Anstieg um 28,0% (2020: 804.452 Verträge). Der Anteil von BMW Group Neufahrzeugen, die durch das Segment Finanzdienstleistungen verleast oder finanziert wurden, beträgt zum Ende des zweiten Quartals 50,2% (2020: 51,3%/ -1,1%-Punkte).

Das Neugeschäftsvolumen aller Finanzierungs- und Leasingverträge mit Endkunden hat per Juni um 29,5% auf 32.445 Mio. € zugenommen (2020: 25.057 Mio. €). Im Vorjahresvergleich haben dabei alle Regionen deutliche Zuwächse verzeichnet.

 

Ergebnis im Finanzdienstleistungsgeschäft deutlich besser

Per Juni 2021 betragen die Umsatzerlöse im Segment Finanzdienstleistungen 16.106 Mio. (HJ1/2020: 14.256 Mio. €/ +13,0%; Q2/2021: 8.200 Mio. €/ +23,2%, Q2/2020: 6.658 Mio. €).

 

Mit einem Vorsteuerergebnis von 1.936 Mio. € (HJ1/2020: 581 Mio. €; Q2/2021: 1.149 Mio. €, Q2/2020: 97 Mio. €) hat das Segment Finanzdienstleistungen einen Bestwert erzielt. Eine verbesserte Risikosituation und höhere Vermarktungserlöse von Leasing-Rückläufern, insbesondere im US-Markt, haben dazu beigetragen. Das Segment Finanzdienstleistungen trifft fortlaufend umfassende Vorsorge für wesentliche Geschäftsrisiken. Nach aktueller Einschätzung ist der Bereich angemessen gegen Restwert- und Kreditrisiken abgesichert.

 

Segment Motorräder mit Bestwerten bei Auslieferungen und Ergebnis

Das Segment Motorräder hat im Berichtszeitraum seine operative Stärke gezeigt: Bis Ende Juni sind acht neue Modelle eingeführt worden und mit 107.610 Auslieferungen (HJ1/2020: 76.707 Eh/ +40,3%; Q2/2021: 65.018 Eh/ +55,1%, Q2/2020: 41.933 Eh) wurde ein neuer Absatzrekord erzielt.

 

Das operative Segmentergebnis (EBIT) hat sich signifikant erhöht, auf 284 Mio. € (HJ1/2020: 65 Mio. €; Q2/2021: 149 Mio. €, Q2/2020: -7 Mio. €).

Die EBIT-Marge beträgt im ersten Halbjahr 17,5% (HJ1/2020: 6,0%; Q2/2021: 17,2%, Q2/2020: -1,3%).

 

Halbleitermangel und höhere Belastungen aus Rohstoffpreisen im zweiten Halbjahr

Für das Jahr 2021 erwartet die BMW Group eine insgesamt positive Geschäftsentwicklung.

„Die Prognose geht davon aus, dass sich weder die Corona-Pandemie noch die Halbleiter-Versorgungssituation deutlich verschärfen und die Preisentwicklung an den internationalen Rohstoffmärkten stabil bleibt. Dank des hohen Einsatzes unserer Mitarbeiter in Einkauf, Produktion und Vertrieb konnten wir die Herausforderungen bei der Halbleiter-Versorgung in den ersten sechs Monaten weitgehend kompensieren. Mit zunehmender Dauer der Lieferengpässe wird die Situation allerdings angespannter. Wir rechnen auch im zweiten Halbjahr mit Produktionseinschränkungen und damit verbundenen Auswirkungen auf den Fahrzeugabsatz“, so Finanzvorstand Dr. Nicolas Peter.

 

Angesichts der generell positiven Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft passt das Unternehmen seinen Jahresausblick für die Segmente Finanzdienstleistungen und Motorräder an.

 

Im Segment Automobile dürfte die Zahl der Auslieferungen von Fahrzeugen der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce solide über dem Niveau des Vorjahres liegen. Die EBIT-Marge im Segment Automobile sollte im Gesamtjahr am oberen Ende des im Mai aufgrund des EU-Kartellverfahrens angepassten Korridors von 7 bis 9% liegen (Prognose vorher: 6 bis 8%) und der RoCE im Automobilgeschäft deutlich steigen.

 

Im Segment Finanzdienstleistungen rechnet die BMW Group auch für das zweite Halbjahr 2021 mit geringeren Risikokosten für Kredit- und Restwertrisiken als noch in der Quartalsmitteilung zum 31. März 2021 angenommen. Deshalb geht die BMW Group für den Return on Equity (RoE) auf Jahresbasis nunmehr von einem Korridor von 17 bis 20% aus (Prognose vorher: 12 bis 15%).

 

Im Segment Motorräder rechnet die BMW Group aufgrund der positiven Marktentwicklung nunmehr mit einem deutlichen Anstieg der Auslieferungen (Prognose vorher: solider Anstieg). Die EBIT-Marge sollte sich im Gesamtjahr im Zielkorridor von 8 bis 10% bewegen und der Segment-RoCE deutlich über dem Vorjahr liegen.

 

Auch bei den nichtfinanziellen Kennzahlen behält die BMW Group ihre Prognose bei: Demnach sollte der Anteil von Frauen in Führungsfunktionen leicht steigen. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass bei den CO₂-Emissionen in der EU-Neuwagenflotte erneut eine deutliche Reduzierung erzielt wird. Die CO₂-Emissionen je produziertem Fahrzeug werden den Planungen zufolge moderat sinken.

 

Die Jahresziele sollen mit einer leicht sinkenden Mitarbeiterzahl erreicht werden. Die weitere Entwicklung der (wirtschafts-)politischen Rahmenbedingungen sowie der internationalen Handels- und Zollpolitik könnte entgegen den aktuellen Erwartungen den Geschäftsverlauf der BMW Group negativ beeinflussen.

 

 

Q 2

2021

Q 2  2020 Veränderung in %
Fahrzeug-Auslieferungen 1
Automobile Einheiten 702.441 485.464 44,7
Davon:  BMW2 Einheiten 617.667 430.344 43,5
 MINI Einheiten 83.165 54.413 52,8
 Rolls-Royce Einheiten 1.609 707 127,6
Motorräder Einheiten 65.018 41.933 55,1
         
Mitarbeiter                                                      (Wert zum 31.12.2020) 120.726   -4,2 3
         
EBIT-Marge Segment Automobile Prozent 15,8 -10,4
EBIT-Marge Segment Motorräder Prozent 17,2 -1,3
EBT-Marge BMW Group 4 Prozent 20,9 -1,5
         
Umsatz Mio. € 28.582 19.973 43,1
Davon:   Automobile Mio. € 24.983 14.878 67,9
Motorräder Mio. € 868 522 66,3
Finanzdienstleistungen Mio. € 8.200 6.658 23,2
Sonstige Gesellschaften Mio. € 1
Konsolidierungen Mio. € -5.470 -2.085
         
Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) Mio. € 5.005 -666

1.375

Davon:   Automobile Mio. € 3.953 -1.554
Motorräder Mio. € 149 -7
Finanzdienstleistungen Mio. € 1.128 77
Sonstige Gesellschaften Mio. € 1 13
Konsolidierungen Mio. € -226 805
         
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 5.979 -300
Davon:   Automobile Mio. € 4.750 -1.173
Motorräder Mio. € 149 -8
Finanzdienstleistungen Mio. € 1.149 97
Sonstige Gesellschaften Mio. € 124 -64
Konsolidierungen Mio. € -193 848
         
Steuern auf das Ergebnis Mio. € -1.189 88
Überschuss Mio. € 4.790 -212
Ergebnis je Aktie (Stamm-/Vorzugsaktie) 5  € 7,23 / 7,24 -0,35 / -0,34 -/-

1 Im Zusammenhang mit einer Überprüfung ihrer Verkäufe und der damit verbundenen Veröffentlichungspraktiken hat die BMW Group ihre Vertriebszahlen für Auslieferungen überprüft und festgestellt, dass bestimmte Auslieferungen nicht für die richtigen Zeiträume gemeldet wurden. Die BMW Group hat die Daten für Auslieferungen rückblickend für die Vorjahre überarbeitet. Weitere Informationen hierzu finden sich im BMW Group Bericht 2020 auf Seite 128f. Die BMW Group entwickelt die Richtlinien und Verfahrensweisen betreffend ihre Auslieferungszahlen fortlaufend weiter, wobei es nicht immer praktikabel ist, Auslieferungszahlen für vorherige Berichtszeiträume entsprechend zu überarbeiten (und solche Überarbeitungen geringfügig und ohne wesentlichen Einfluss auf die Vergleichbarkeit von Berichtszeiträumen wären).

2 Auslieferungen einschließlich Joint Venture BMW Brilliance Automotive Ltd., Shenyang.

3 Die prozentuale Veränderung der Mitarbeiterzahlen bezieht sich auf den Vergleich des erhobenen Wertes am 31.12.2020 mit dem Wert zum Vorjahreszeitraum (31.12.2019, Mitarbeiterzahl: 126.016).

4 Verhältnis des Konzernergebnisses vor Steuern zu den Konzernumsatzerlösen

5 Stamm-/Vorzugsaktien. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Vorzugsaktie wird der Vorabgewinn (Mehrdividende) von 0,02 € je Vorzugsaktie anteilig auf die Quartale des entsprechenden Geschäftsjahres verteilt.

 

 

1. HJ

2021

1. HJ  2020 Veränderung in %
Fahrzeug-Auslieferungen 1
Automobile Einheiten 1.339.047 962.575 39,1
Davon:  BMW2 Einheiten 1.178.210 842.153 39,9  
 MINI Einheiten 157.848 118.862 32,8  
 Rolls-Royce Einheiten 2.989 1.560 91,6  
Motorräder Einheiten 107.610 76.707 40,3  
         
Mitarbeiter                            (Wert zum 31.12.2020) 120.726   -4,2 3
         
EBIT-Marge Segment Automobile Prozent 13,0 -4,0
EBIT-Marge Segment Motorräder Prozent 17,5 6,0
EBT-Marge BMW Group 4 Prozent 17,6 1,2
         
Umsatz Mio. € 55.360 43.225 28,1
Davon:   Automobile Mio. € 47.745 32.867 45,3
Motorräder Mio. € 1.621 1.079 50,2
Finanzdienstleistungen Mio. € 16.106 14.256 13,0
Sonstige Gesellschaften Mio. € 2 1
Konsolidierungen Mio. € -10.114 -4.978
         
Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) Mio. € 8.030 709
Davon:   Automobile Mio. € 6.189 -1.325
Motorräder Mio. € 284 65
Finanzdienstleistungen Mio. € 1.895 619
Sonstige Gesellschaften Mio. € -5 25
Konsolidierungen Mio. € -333 1.325
         
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 9.736 498
Davon:   Automobile Mio. € 7.526 -1.093
Motorräder Mio. € 284 64
Finanzdienstleistungen Mio. € 1.936 581
Sonstige Gesellschaften Mio. € 265 -408
Konsolidierungen Mio. € -275 1.354
         
Steuern auf das Ergebnis Mio. € -2.113 -136
Überschuss Mio. € 7.623 362
Ergebnis je Aktie (Stamm-/Vorzugsaktie) 5  € 11,49 / 11,50 0,49 / 0,50 -/-

1 Im Zusammenhang mit einer Überprüfung ihrer Verkäufe und der damit verbundenen Veröffentlichungspraktiken hat die BMW Group ihre Vertriebszahlen für Auslieferungen überprüft und festgestellt, dass bestimmte Auslieferungen nicht für die richtigen Zeiträume gemeldet wurden. Die BMW Group hat die Daten für Auslieferungen rückblickend für die Vorjahre überarbeitet. Weitere Informationen hierzu finden sich im BMW Group Bericht 2020 auf Seite 128f. Die BMW Group entwickelt die Richtlinien und Verfahrensweisen betreffend ihre Auslieferungszahlen fortlaufend weiter, wobei es nicht immer praktikabel ist, Auslieferungszahlen für vorherige Berichtszeiträume entsprechend zu überarbeiten (und solche Überarbeitungen geringfügig und ohne wesentlichen Einfluss auf die Vergleichbarkeit von Berichtszeiträumen wären).

2 Auslieferungen einschließlich Joint Venture BMW Brilliance Automotive Ltd., Shenyang.

3 Die prozentuale Veränderung der Mitarbeiterzahlen bezieht sich auf den Vergleich des erhobenen Wertes am 31.12.2020 mit dem Wert zum Vorjahreszeitraum (31.12.2019, Mitarbeiterzahl: 126.016).

4 Verhältnis des Konzernergebnisses vor Steuern zu den Konzernumsatzerlösen

5 Stamm-/Vorzugsaktien. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Vorzugsaktie wird der Vorabgewinn (Mehrdividende) von 0,02 € je Vorzugsaktie anteilig auf die Quartale des entsprechenden Geschäftsjahres verteilt.

 

 

 

*Verbrauchs-/Emissionsangaben:

BMW iX3: Stromverbrauch in kWh/100 km kombiniert: 17,8-17,5 NEFZ, 19,0-18,6 WLTP.

 

 

GLOSSAR – Erläuterung der Kennzahlen

 

Auslieferungen
Ein Neu- oder Gebrauchtfahrzeug wird als Auslieferung erfasst, wenn das Fahrzeug an einen Endkunden übergeben wird. Zu den Endkunden gehören auch Leasingnehmer im Rahmen von Leasingverträgen mit BMW Financial Services sowie in den USA und Kanada auch Händler, wenn sie ein Fahrzeug als Werkstattersatzfahrzeug oder Vorführfahrzeug klassifizieren. Im Falle von Gebrauchtfahrzeugen können zu den Endkunden auch Händler und andere Dritte zählen, wenn sie ein Fahrzeug bei einer Auktion oder direkt von der BMW Group erwerben. Für den Endkunden vorgesehene Fahrzeuge, die auf dem Transportwege einen Totalschaden erleiden, werden auch als Auslieferung gezählt. Auslieferungen können durch die BMW AG, eine ihrer internationalen Tochtergesellschaften, eine BMW Group Niederlassung oder einen unabhängigen Händler erfolgen. Die überwiegende Mehrzahl der Auslieferungen und damit die Meldung einer Auslieferung an die BMW Group erfolgt durch unabhängige Händler.

 

EBIT

Ergebnis vor Finanzergebnis. Es setzt sich zusammen aus den Umsatzerlösen abzüglich der Umsatzkosten, Vertriebs- und Verwaltungskosten und des Saldos aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen.

 

EBIT-Marge

Ergebnis vor Finanzergebnis bezogen auf die Umsatzerlöse.

 

EBT

EBIT zuzüglich Finanzergebnis.

 

BMW Welt and BMW Group Corporate Headquarters

BMW Welt and BMW Group Corporate Headquarters (Foto: BMW AG)

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