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17.7.2020 – ENBW-Hauptversammlung

17.7.2020. EnBW erreicht deutliche Ergebnissteigerung in 2019 / Aufgrund einer bisher trotz Corona-Krise stabilen Entwicklung hält EnBW an der Prognose für 2020 weiter fest / Weiterentwicklung des Unternehmens zu einem führenden Infrastrukturanbieter im Blick.

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Karlsruhe. Die EnBW hat im Geschäftsjahr 2019 ihr Ergebnis zum dritten Mal in Folge gesteigert und bereits ein Jahr früher das ambitionierte Ergebnisziel erreicht, das sich die EnBW 2013 für das Jahr 2020 gesetzt hatte.

„2019 war ein kraftvolles Jahr, in dem wir das Unternehmen einen weiteren großen Schritt voranbringen konnten“, so Vorstandschef Frank Mastiaux bei der heutigen, live im Internet durchgeführten Hauptversammlung. „Wir können für 2019 ein positives Fazit ziehen. Wir haben unsere strategischen und operativen Ziele erreicht und die finanziellen Ziele teilweise übertroffen. Das verdanken wir vor allem der tollen Leistung und dem großen Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im laufenden Jahr konzentrieren wir unsere Kräfte darauf, trotz Corona-Krise auf stabilem Kurs zu bleiben und unsere Wachstumsprojekte der Strategie 2025, mit unverändert aufmerksamem Blick auf die erschwerten Umfeldbedingungen, weiterzuverfolgen.“

Deutliches Ergebnisplus im Geschäftsjahr 2019

Im Geschäftsjahr 2019 legte das Adjusted EBITDA um fast 13 Prozent auf 2,43 Milliarden Euro zu. Alle Geschäftsbereiche haben zu der positiven Entwicklung beigetragen. „Unsere Maßnahmen haben in allen Bereichen gegriffen und wir haben insbesondere bei wichtigen Wachstumsprojekten geliefert“, sagt Frank Mastiaux. Der auf die Aktionäre der EnBW AG entfallende Adjusted Konzernüberschuss lag mit 787 Millionen Euro um rund 80 Prozent und damit deutlich über dem Vorjahreswert. Der Vorstand schlägt daher der Hauptversammlung eine Dividende von 70 Euro Cent vor (Vorjahr: 65 Euro Cent).

Erneuerbare Energien mit stärkstem Ergebnisanstieg

Das Segment Vertriebe erreichte ein Ergebnis von 294 Millionen Euro und damit ein Plus von 10 Prozent. Vor allem im strategischen Zukunftsgeschäft Elektromobilität gelang der EnBW ein deutlicher Ausbau der Marktposition. Mit aktuell mehr als 360 Lade-Standorten ist die EnBW Marktführer beim Schnellladen in Deutschland.

Mit 483 Millionen Euro erzielte das Segment Erneuerbare Energien einen starken Ergebnisanstieg von 62 Prozent. Zu den Höhepunkten zählten die Fertigstellung der Nordsee-Windparks Hohe See und Albatros – mit einer Gesamtleistung von 610 Megawatt das derzeit größte Offshore-Projekt in Deutschland – sowie der Baubeginn des Solarparks Weesow, der bisher größte Solarpark in Deutschland und der erste ohne staatliche Förderung.

Im Segment Netze stieg das Adjusted EBITDA um rund 11 Prozent. Trotz erhöhter Einspeisung aus erneuerbaren Energien konnte die Versorgungssicherheit weiter gesteigert und die Versorgungsunterbrechungen um 12 Prozent gesenkt werden. Seit dem vergangenen Jahr können sich interessierte Kommunen wirtschaftlich am Geschäft der Netze BW, dem Verteilnetzbetreiber der EnBW, beteiligen. Das Angebot stößt bisher auf großes Interesse.

Im Segment Erzeugung und Handel ging das Adjusted EBITDA wie erwartet um 11 Prozent zurück. Nach Plan läuft der Rückbau der EnBW-Kernkraftanlagen, wie z.B. am Standort Philippsburg: Der zweite Block ging am 31. Dezember 2019 endgültig vom Netz, die Sprengung der beiden Kühltürme erfolgte am 14. Mai 2020.

Frühzeitige Reaktion auf die Corona-Krise

Auf den Ausbruch der Corona-Pandemie hat die EnBW frühzeitig reagiert und bereits Anfang Februar eine „Task Force“ gebildet, die seitdem in engem Austausch mit Ministerien und Gesundheitsbehörden steht und mit dem Vorstand gemeinsam entsprechende Gegenmaßnahmen festgelegt und umgesetzt hat. So arbeitet seit Anfang März ein Großteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Homeoffice. Für Teams, die die Energieversorgung vor Ort gewährleisten müssen, wurden ebenfalls Maßnahmen wie z.B. kontaktlose Schichtwechsel umgehend eingeleitet.

„Der Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatte und hat für uns auch jetzt höchste Priorität“, betont Mastiaux. „Das Unternehmen ist sich der hohen Verantwortung für eine jederzeit verlässliche Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger mit Strom, Wasser, Gas sowie Abfallentsorgung bewusst. Die Versorgung durch die EnBW hat bisher zu jeder Zeit und ohne Einschränkungen reibungslos funktioniert. Für den immensen Einsatz, oft unter erschwerten Bedingungen, danke ich dem EnBW-Team herzlich, auch im Namen des gesamten Vorstandes.“ Mastiaux weiter: „Es zeigt sich gerade jetzt in Krisenzeiten mehr als deutlich, wie unverzichtbar eine zuverlässige und jederzeit funktionierende Infrastruktur für Wirtschaft und Gesellschaft ist.“

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Festhalten an Prognose trotz Corona – 13 % bis 19 % Ergebnissteigerung in 2020

Für das laufende Geschäftsjahr 2020 hält die EnBW trotz erwarteter Auswirkungen der Corona-Krise auf Teilbereiche des operativen Geschäfts an der bisherigen Ergebnisprognose fest.

Das Adjusted EBITDA wird voraussichtlich zwischen 2,75 und 2,9 Milliarden Euro liegen – und damit in einer Bandbreite von 13 bis 19 Prozent über dem Vorjahr. „Die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie und ihre möglichen Auswirkungen auf die Wirtschaft und unser Unternehmen beobachten wir weiterhin sehr genau“, so Mastiaux. „Wir sind darauf vorbereitet, gegebenenfalls sehr schnell mit weiteren Gegenmaßnahmen zu reagieren, falls dies notwendig sein sollte.“

Strategie 2025: Wachstum in drei strategischen Geschäftsfeldern

Aus Sicht der EnBW haben durch die Corona-Krise vor allem Infrastruktur-Themen nochmals an Bedeutung gewonnen. Mastiaux: „Das bestätigt grundsätzlich unsere strategische Ausrichtung im Rahmen unserer Strategie 2025. Wir werden uns zusätzlich damit auseinandersetzen, welche Erfahrungen und Erkenntnisse wir aus der Corona-Krise ziehen können und welche zusätzlichen Chancen sich möglicherweise daraus für uns ergeben im Hinblick auf neue Themen, neue Arbeitsweisen oder auch eine neue Priorisierung von Projekten.“

Künftig will die EnBW mit drei strategischen Geschäftsfeldern weiteres Wachstum erzielen, auch über Energie hinaus:

Intelligente Infrastruktur für den Kunden: zum Beispiel der Ausbau der Schnellladeinfrastruktur oder alle Aktivitäten im Bereich Telekommunikation und Breitband.

Systemkritische Infrastruktur, in dem das Netzgeschäft gebündelt ist.

Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur: d.h. der Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere Wind onshore und offshore, sowie Photovoltaik-Großprojekte.

Mit einem EBITDA-Ziel von 3,2 Milliarden. Euro strebt die EnBW bis 2025 nochmals eine deutliche Ergebnissteigerung gegenüber heute an. „Unsere Strategie 2025 ist ambitioniert. Mit ihr nehmen wir nicht nur neue Märkte ins Visier, sie stellt auch neue Anforderungen an unsere Fähigkeiten, Strukturen und Prozesse“, sagt Frank Mastiaux. „Seit einiger Zeit schon arbeiten wir deshalb systematisch daran, die Flexibilität und Leistungsfähigkeit unserer Organisation in den dafür relevanten Themenfeldern nochmals zu verbessern.“

Veränderungsfähigkeit als Erfolgsfaktor

Mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen sagte Mastiaux: „Wir sind nunmehr seit acht Jahren einen kontinuierlichen Weg der Neuausrichtung gegangen. Es zeigt sich gerade jetzt in der aktuellen Corona-Situation, dass wir Flexibilität und Veränderungsfähigkeit inzwischen zu Basiskompetenzen unseres Unternehmens entwickeln konnten. Ich bin davon überzeugt, dass uns dies bei den anstehenden Herausforderungen zugutekommen wird.“

Quelle: EnBW
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